Oh What Fun
Amazon hat einen sehr prominent besetzten Weihnachtsfilm produziert, der leider weder witzig noch rührend ist. „Oh What Fun“ verliert viel zu schnell seinen ehrenwerten Ansatz aus dem Blick.
Manche nennen es Popkultur: Musik, Film, Bücher, Leipzig
Amazon hat einen sehr prominent besetzten Weihnachtsfilm produziert, der leider weder witzig noch rührend ist. „Oh What Fun“ verliert viel zu schnell seinen ehrenwerten Ansatz aus dem Blick.
Neue Weihnachtsmusik ist schwer zu finden, aber in diesem Jahr besonders krachig. Jedenfalls in den Songs von 6euroneunzig, Mariybu und Madsen.
Die Hoffnung, dass die einst umwerfenden Arctic Monkeys noch einmal die Kurve kriegen, kann man mit „The Car“ vergessen. Die Band entkernt sich weiter selbst.
Die 2017er Verfilmung von „Jugend ohne Gott“ kommt ohne Nazis aus, zeigt dafür digitale Überwachung und Leistungskult. Das ist nicht komplett gelungen, aber mutig.
The Hives zeigen in Leipzig, wie viel Spannung und Spektakel sie weiterhin mit Gitarrenmusik (und vor allem neuen Songs) auf die Bühne bringen können.
“Do you like rock music? / You do now.” Diesen Satz hauen The Hives hier in einem Song raus, und wieder liefern die Schweden den Beweis ab, dass ihnen keiner was kann.
Rike von Kleef blickt in „Billige Plätze“ auf sexistische Strukturen in der Musikindustrie und Livebranche. Das ist erhellend, empörend und trotzdem konstruktiv.
Ein Rock-Erlebnis für alle Sinne: Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs zeigen in Leipzig, dass Härte im Sound nicht mit Härte in der Attitüde einher gehen muss.
Anderthalb Wochen vor Erscheinen des neuen Albums zeigen Odd Couple in Leipzig, wie sehr sie das Unvorhergesehen lieben – und die Urkraft von Gitarre / Schlagzeug / Bass.
Tocotronic beginnen die Tour zu „Golden Years“ in Leipzig und zeigen: Sie haben jetzt wieder ebenso viel Lust auf die eigene Geschichte wie ihre Fans.
Bill Fay ist vor vier Wochen gestorben. Die Zusammenstellung „Still Some Light, Part 2“ zeigt den dauerhaften Appeal seiner lange Zeit vergessenen Songs.
Nostalgie? Sarkasmus? Zukunftsversprechen? Tocotronic sind auf „Golden Years“ in jedem Fall wieder rockiger und konkreter geworden. Gut so.
Zum letzten Mal gibt es auf Shitesite die Corona-Musik. Last Train aus Frankreich steuern ein echtes Highlight bei, Σtella und Chris Cummings erfinden sich neu.
Die Lebensgeschichte von Amy Winehouse erzählt „Back To Black“ leider mutlos. Immerhin gibt es ein paar schöne Szenen, und natürlich tolle Musik.
Deine Cousine zeigt einen Ort, zu dem Weihnachten nicht passt, Robert Glasper und Madsen haben hingegen eine ganzes Weihnachtsalbum gemacht. Ho ho ho!