Film | Freundschaft Plus | |
Originaltitel | No Strings Attached | |
Produktionsland | USA | |
Jahr | 2011 | |
Spielzeit | 108 Minuten | |
Regie | Ivan Reitman | |
Hauptdarsteller | Natalie Portman, Ashton Kutcher, Mindy Kaling, Kevin Kline, Lake Bell, Ophelia Lovibond | |
Bewertung |
Worum geht’s?
Als 14-Jährige hatten Adam und Emma mal ein Techtelmechtel. 15 Jahre später treffen sie sich wieder, aus Emma ist mittlerweile eine Ärztin geworden, Adam arbeitet an seinem Durchbruch als Drehbuchschreiber. Noch immer fühlen sich die beiden zueinander hingezogen, doch Emma stellt klar, sie habe „eine emotionale Erdnussallergie“ gegen Beziehungen. Für Romantik, Gefühle und Bindungen sei sie einfach nicht geeignet. Stattdessen schlägt sie Adam regelmäßigen, unverbindlichen Sex vor. Die Vereinbarung soll sofort hinfällig werden, sobald einer von beiden sich verlieben sollte. Adams Prophezeiung, dass das nicht gut gehen kann, erweist sich schon bald als zutreffend.
Das sagt shitesite:
Zwei Jahre nach Freunde mit gewissen Vorzügen kommt mit Freundschaft Plus die etwas zahmere Version derselben Idee: Ein gut aussehender Singlemann und eine gut aussehende Singlefrau verstehen sich blendend und beschließen, ihren gemeinsamen Draht auch im Bett auszuleben, ohne sich dadurch emotional zu binden. Statt auf freche Dialoge und Situationskomik zu setzen, verfolgt Freundschaft Plus allerdings ein deutlich einfacheres Rezept: das Prinzip der Umkehrung.
Adam ist der Schwärmer, der Verständnisvolle und Sensible in dieser Beziehung. Emma entspricht in keiner Weise dem klassischen RomCom-Frauenbild: Sie hält nichts von Romantik, sie möchte keine Blumen geschenkt bekommen, sie kriegt ihr Leben auch ohne einen Mann an ihrer Seite auf die Reihe. Mehr noch: Sie nimmt sich die Freiheit, über ihre Sexualität zu bestimmen, auch auf unkonventionellem Weg. „Ich hätte gern jemanden, der um 2 Uhr in meinem Bett liegt, den ich nicht anlügen und mit dem ich nicht frühstücken muss“, lautet ihr Anforderungsprofil – würde ein Mann solche Worte aussprechen, würde er als Chauvi gelten.
Dieses Ausmaß an Emanzipation hält Freundschaft Plus freilich nicht durch. Würde Hollywood solche Frauenfiguren zulassen, wäre das Genre der romantischen Komödie schließlich über kurz oder lang vom Aussterben bedroht. Dass Emma also doch noch ihre Gefühle für Adam hinterfragt, ist ebenso wenig überraschend wie der Verlauf der Handlung. Trotzdem hat der Film seine Momente und bleibt insgesamt zumindest solide Genrekost mit der Botschaft: Wenn Sympathie da ist, intuitive Zuneigung und blindes Verständnis, dann sollte man nicht nach dem Grund dafür forschen, sondern genießen.
Bestes Zitat:
„Du bist wundervoll. Wenn du Glück hast, siehst du mich nie wieder.“
Der Trailer zum Film:
httpv://www.youtube.com/watch?v=-tLyUSkmlCQ